Montag, 17. Dezember 2007

Revue passieren Vol. IX


Nach einer moskitoreichen Nacht ging es zu den Wangi und Tolmer Falls. Ein schöner Spaziergang durch Regenwald und Bush-Land stand uns bevor. Wir waren früh auf den Beinen und die Ersten auf dem Parkplatz, ein gutes Zeichen. Begrüßt wurden wir von dem ohrenbeteubenden Geschrei zahlreicher Flughunde in den Palmen-Wipfeln, aber die kannten wir ja schon aus Sydney, wir abgebrühten Australien-Kenner.




Ein weiterer kleiner Abstecher führte uns zum Tolmer Wasserfall und in ein kleines Sumpfgebiet. Damit hatten wir alle größeren Attraktionen des Parks abgegrast und wir machten uns wieder auf den Weg in Richtung Zivilisation.



Aber bevor es wieder in Richtung Stadt ging noch ein kleines Nickerchen im Howard National Park, der lag auf dem Weg.
Am Abend gab es dann nochmal ein bisschen Kultur: Im Deckchair Cinema, einem Freilicht-Kino mit Strandliegen statt Kinosesseln, habe wir uns bei einem kleinen Picknick den Film "Ten Canoes" angesehen. Der Film ist von einem Aborigine, der dort eine der vielen Geschichten seines Volkes erzählt. Liebe, Schlachten, Intrigen, alles was das Herz begehrt.

Revue passieren Vol. VIII

Da Darwin ein kleiner Ort ist und es nicht so furchtbar viel zu tun gibt, haben wir uns weiter in Richtung Westen begeben, zum Litchfield National Park. Auf dem Weg dorthin haben wir im Northern Territory Zoo angehalten, in dem fast alle Tiere des Bundesstaates gezeigt werden. Natürlich verschiedene Kängurus, Emus, viele Echsen und Wasserbüffel.


Weiter ging es dann in den National Park und zu seinem Wahrzeichen, den Termiten. Einfach unglaublich was diese kleinen Tierchen für riesige Bauwerke erschaffen können. Über fünf Meter hoch war der größte Bau der Kathedral-Termiten. Die Gefaltete Form dient der Temperatur-Regulierung. Auch andere Tiere profitieren von den großen Bauten. Einige kleine Nager lassen sich mit einbauen und leben in dem Bau von dessen Bewohnern und bei Bush-Bränden ist der riesige Bau ein begehrter Zufluchtsort für Echsen und anderes Getier. Nur ein paar Meter weiter sah ein großes Feld aus wie ein verlassener Friedhof: Hunderte flacher und fast rechteckiger Steine ragten aus dem hohen Gras. Nur das es kein Stein war, sondern das Werk zahlreicher Termitenvölker. Die Kompass-Termiten richten ihre Behausungen genau so aus, dass die schmale Seite nach Nord-Süd zeigt und die breite nach Ost-West. Dadurch erreichen sie eine fast konstante Temperatur in ihrem Bau.
Der graue Himmel kündigt übrigens kein schlechtes Wetter an, sondern es brennt mal wieder irgentwo.
Nächster Zwischenstop waren die Rockholes. Ein Fluss ergießt sich hier über mehrer Treppen, dadurch entstehen viele kleine Pools in denen man gut baden kann. Hier war es uns aber zu wuselig und voll. Hauptsaison eben.
Also weiter zu den Florence Falls. Ebenfalls Wasserfälle bei denen man gut baden kann und das haben wir dann auch getan, ein Abkühlung war dringend nötig. Benny hat es tatsächlich geschafft unter den rechten Wasserfall dusche zu gehen, aber die Strömung und der Gegenwind der dort entsteht war zu stark für mich, ich bin nicht so weit gekommen.
Und wieder sind wir ewig gegurkt, um einen Platz zum Campen zu finden. Alle freien Campingplätze waren natürlich gerammelt voll, keine Chance für unseren kleinen Camper. Also auf den teuersten Platz, der nicht mal besonders gut war.

Revue passieren Vol. VII

Am nächsten Morgen ging es die Einkaufsmeile von Darwin, um dort seit langem mal wieder den Kaffee. Durst zu löschen. Kaffee ging auch nur zum Frühstück, denn es sollte mal wieder ein brütend heißer Tag werden. Die Einkaufspassage ist sonst nicht weiter besonders sehenswert, allerdings gab es einen tollen Hutladen dort und ich bereue es ein bisschen, dass ich nicht doch diesen tollen großen Schlapphut gekauft hab.
An diesem Nachmittag haben wir tatsächlich einfach nur faul in der Sonne gelegen, im Meer gebadet und die Seele baumeln lassen. Das haben wir am Mindil Beach getan, wo dann am Abend auch der Sunset Market aufgebaut wurde. So eine Art Hippie-Flohmarkt, der erst eine Stunde vor Sonnenuntergang öffnet. Hunderte Fressbuden aus aller Welt (es gab auch Poffertjes!), verschiedene Live-Musik-Gruppen vom Kontrabass bis zum Didgeridoo und Kunsthandwerker hatten Stände aufgebaut. Auf den Wiesen vermischten sich Touris und Einheimische beim Picknicken und genossen ein Bierchen aus der Kühltasche (Alkohol darf nur in lizensierten Bars ausgeschenkt werden, also konnte man keinen kaufen). Zum Sonnenuntergang versammelten sich dann alle am Strand und warteten auf den Moment, in dem sie hinter dem Horizont verschwand. Es hätte nur noch gefehlt, das jemand anfängt zu klatschen.
Anschließen haben wir uns ein kühles Bierchen in einer Kneipe gegönnt (bzw ein Cider, denn ich trinke ja immernoch kein Bier) und ab ging es wieder auf den Campingplatz, am nächsten Morgen sollte es früh weiter gehen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Revue passieren Vol. VI

Am letzten Tag im Kakadu Natinal Park haben wir morgens (tatsächlich mal nicht in der Mittagshitze) die erste kleine Wanderung gestartet. Bardetdjilidji hieß der Wanderpfad durch die Sandsteinformationen.
Anschließend noch ein kleiner Abstecher durch die Feuchtgebiete, natürlich diesmal in voller Mittagshitze. Am Ende der Trockenzeit versammeln sich hier tausende Gänse und anderes Vogelgetier, weil es eines der wenigen Wasserlöcher ist, das nicht austrocknet. Wir waren allerdings noch etwa einen Monat zu früh dran, nur wenige Vögel konnten wir beobachten.
Weiter ging es in Richtung Darwin. Schon häufiger haben wir Rauchschwaden aus den Wäldern aufsteigen sehen oder kleinere Feuer am Straßenrand beobachtet, schließlich waren wir in der Burning Season, also der Jahreszeit für gelegte Bush-Brände. In dieser Zeit fackeln die Aborigines gezielt bestimmte Gebiete ab, weil im September die Zeit der Gewitterstürme ansteht, und Blitzschläge dann nicht mehr so schlimme Brände anrichten, wenn die Bodenvegetation bereits abgebrannt ist.
Auf dem Highway aber haben wir das größte Feuer gehabt, direkt neben der Straße. Aasfresser kreisten über der verkohlten Wiese und freuten sich auf ein üppiges BBQ (Grillfest). Ein einzelner Feuerwehrmann ohne Löschfahrzeug winkte die Autos durch den dichten Rauch, denn hinter der Motorhaube war nicht mehr viel zu sehen. Bei uns wäre vermutlich tagelang alles gesperrt gewesen, aber sowas sieht man hier eher locker. Außerdem gäbe es ja auch keine Umleitung, denn es gibt keinen anderen Highway in Richtung Darwin vom Kakadu National Park.



Nachmittags sind wir dann bei brütender Hitze die Esplanade, so ein Art Promenade entlangspaziert und haben uns danach auf die nicht ganz einfache Suche nach einem Campingplatz gemacht. Denn in unserer Straßenkarte war leider kein freier Parkplatz eingetragen. Der günstigste Platz war natürlich gerammelt voll also blieben nur verhältnismäßig teure Alternativen. Bis wir die allerdings gefunden hatten dämmerte es bereits und reichlich Sprit floss durch unseren Tank. Dafür gab es beim Abwaschen nette Gesellschaft. Zwei Baumfrösche hatten es sich im Spülbecken und um die angenehm feuchte Abwaschstelle gemütlich gemacht. Auf der Hand haben sie sich immer zielgenau in Richtung tropfendes Wasser gedreht. Schlaue kleine Kerlchen.

Donnerstag, 29. November 2007

Revue passieren Vol. V

Nachdem wir die Sumpflandschaft hinter uns gelassen hatten, wollten wir ein bisschen was von der angekündigten Kultur sehen. Schließlich kann man ja ab und zu auch was lernen. Also sind wir durch Ubirr und Nourlangie gewandert, zwei Orte wo es mehrere Felsengalerien gibt, die Jahrtausende alte Felsmalereien zeigen. Die ältesten werden auf älter als 20 000 Jahre geschätzt.
Die meisten der Gemälde in der Hauptgalerie von Ubirr sind Röntgenstil gemalt, das heißt auch Knochen und Innereien der Tiere wurden dargestellt. Nahrungsmittel waren für die Aborigines ein attraktives Motiv, zum Beispiel Barramundi (ein großer Fisch), Warane, Schildkröten und Wallabys. Beuteltiere sind die häufigsten Motive in der Kunst der Aborigines.







Später entstanden auch noch Bilder, die die ersten Begegnungen mit den weißen Einwanderern zeigen. Die Figuren entstanden unter anderem in der Büffeljadgzeit um die Jahrhundertwende und stellen Jagdszenen dar und Begegnungen mit „Weißen Jägern“. Mehrere Meter über dem Boden ist eine Zeichnung eines Tasmanischen Tigers zu sehen, der ist inzwischen ausgestorben.
Außerdem sieht man häufig Bilder, die mystische Figuren zeigen. Mit Hilfe dieser Fuguren wurden oft Geschichten illustriert und für die nächste Generation aufbewahrt. Auf dem Foto sieht man den guten alten Nabulwinjbulwinj, der Frauen mit Yamswurzeln anlockt und dann bei lebendigem Leibe verspeist. Eigentlich sind alle Geschichten dazu da, eine Weisheit zu transportieren, ein Gesetz zu erläutern und so weiter, aber ich hab nicht rausgefunden, was mir diese Geschichte sagen soll. Vielleicht war ich nicht würdig es zu erfahren, das gibt es auch.
Eine eigene Schrift hatten die Aborigines nicht entwickelt, die Geschichten werden in Form von Liedern weiter gegeben, weil dabei nicht so schnell ein "Stille Post Effekt" entsteht: Ein Lied hat nunmal einen bestimmten Text, den verändert man nicht einfach beim Singen, so wie man eine Geschichte bei Erzählen verändern könnte.

Bevor die Sonne unterging haben wir uns schleunist verdrückt, denn ziehmlich genau 15 Minuten nach Sonnenuntergang haben die Moskitos es aus den Feuchgebieten auf die Plateaus geschaftt und dann rette sich wer kann. Trotz Fliegengitter vor dem Wohnwagenfenster, Autan und ausgiebiger Mückenjagt vor dem Schlafengehen hatte ich etwa 100 (!) Mückenstiche nur auf den Beinen. Die Viecher sind so fieß, die summen nicht studenlang um deine Ohren herum, bis du aufwachst und sie totschlagen kannst. Nee, die verstecken sich heimtückisch in den Vorhängen bis du das Licht ausgemacht hast und eingeschlummert bist, und dann fallen sie über dich her! Diese Mistbiester!

Montag, 5. November 2007

Revue passieren IV

Auf den Weg in den Park haben wir noch eine kleine Wanderung zu den Edith Falls unternommen. Pralle Sonne, steile Wege, so wie es uns gefällt. Schließlich sind wir nicht zum Spaß hier (gewesen).




Dann passierten wir den denkwürdigen Eingang zum Kakdu National Park. Der Park ist übrigens nicht nach den Papageien benannt, sondern nach dem Aborigine-Stamm, den Gagudju. Das konnten die Gründer aber nicht aussprechen, deshalb wurde daraus Kakadu. Auf einem Ausblickspunkt, dem Bukbukluk, haben wir uns einen Überblick über den Park verschafft. "Der Park gilt aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt als einer der schönsten Nationalparks in Australien. Der Kakadu National Park befindet sich in der Alligator Rivers Region des Northern Territory von Australien. Er umfasst ein Gebiet von etwa 19.804 Quadratkilometer und erstreckt sich fast 200 Kilometer von Nord nach Süd und über 100 Kilometer von Ost nach West", schreibt Wikipedia. Inzwischen habe ich solche Details schon wieder vergessen. In dem Park gibt es ganz unterschiedliche Lebensräume: steinige Hochplateaus, Wälder und Sumpfgebiete. Mit so einem fing auch unsere Begehung an. Yellow Waters heißt die Ecke, das erklärt sich auf dem untersten Foto wohl von selbst. Das Wasser ist wirklich spiegelglatt.





Kleiner Touri-Spaß

In Mardugal haben wir gecampt und Bekanntschafft mit den Moskitos des National Parks gemacht. Aber die waren noch harmlos. Sumpflandschaft halt. Die nächste Nacht wurde Moskito-technisch noch viel schlimmer.

Mittwoch, 5. September 2007

Revue passieren Vol. III

Wir verließen schweren Herzens die schöne Quelle in Mataranka, um uns auf den Weg nach Kathrine zu machen. Im örtlichen Tourie-Zentrum haben wir eine Kanu-Tour durch die Schluchten der Gegend gebucht und einen Campingplatz im National-Park reserviert. Der Kofferaum wurde in einem der Supermärkte mit Lebensmitteln vollgestopft (hier eine kleine Auswahl des Australischen Junk-Food-Sortiments) und auf ging es in den Busch.





Die Kathrine Gorge ist eigentlich keine zusammenhängende Schlucht, sondern ein System aus aneinander gereihten Schluchten. Nach einer kleinen Kraxel-Einlage konnten wir uns also schon einmal von oben anschauen, wo wir am nächsten Tag durchpaddeln wollten.



Auf dem Rückweg hatte Benny dann seine erste Begegnung mit halb-wilden Roos (liebevoller Kosename für Kangaroos). Anfassen konnte man die kleinen Campingplatz-Bewohner nicht, aber bis auf wenige Zentimeter anschleichen funktionierte ganz gut.






Am Abend zeigte sich dann, dass die kleinen Racker ihre Scheu ganz gut im Griff hatten: Auf dem gesamten Platz hüpfte die Herde zwischen Zelten und Wohnwagen herum, trank aus den tropfenden Wasserhähnen und suchten nach Leckereien, die die Touries liegen gelassen hatten. Anfassen durften wir sie aber nicht, dann sprinteten sie davon.


Früh am nächsten Morgen haben wir die Rucksäcke gepackt und uns auf den Weg zum Kanu-Verleih gemacht. Schon zu dieser frühen Uhrzeit machte sich bemerkbar, dass Benny einen Zickigen hatte. Aber noch war ich frohen Mutes, denn das Paddeln im strahlenden Sonnenschein würde ihn sicherlich aufmuntern. Dachte ich. Aber da wir beide keine Ahnung davon hatten und Benny sich nicht gerade durch eine Engels-Geduld auszeichnet und ich kein sonderliches Sporttalent bin, wurde es nur noch ungemütlicher und anstrengender. Wenn die recht starke Strömung uns mal wieder wegdrückte und ich nicht richtig lenkte, wurde ich entweder von hinten genervt angeseufzt oder auch mal angeschrien, je nach Anstrengungsgrad. Landschaftlich ein sehr schöner Ausflug wurde damit schnell zu einem sehr nervigen Ausflug.



Auf dem Rückweg eines kleinen Zwischenstopps in eine kleine Nebenschlucht habe ich mir dann dermaßen den Zeh an einem versteckten Stein gestoßen, das der bis heute noch weh tut. Aber Jammern durfte ich nicht, schließlich war Benny ja ohnehin schon genervt...

Am Ende der Paddelei haben wir dann die Positionen getauscht und Benny stellte überrascht fest, dass das mit dem Lenken tatsächlich gar nicht so einfach ist. Ach. Und als wir uns nur sachte am Ufer treiben ließen, um tatsächlich noch ein kleines Süßwasserkrokodil zu erspähen gings dann auch mit dem Paddeln und Bennys Stimmung wieder.

Ilka teilte uns dann später mit, dass eigentlich immer derjenige lenkt, der hinten sitzt. In unserem Fall wäre das die meiste Zeit Benny gewesen. Kein Wunder also, dass ich mir vorne einen abgepaddelt hab, ohne das es etwas nützte. Aber Benny hat das ganz kommentarlos an sich abstreifen lassen.

In der folgenden Nacht konnten wir uns leider nur schlecht von den Strapazen des Paddelns erholen, denn wir hatten den fatalen Fehler begangen, unseren Müll vor dem Zubettgehen nicht auszulehren. Nachdem wir uns in unseren kleinen Van zurückgezogen hatten, kamen die Kängurus und interessierten sich sehr für die Schale, in der die eingelegten Oliven waren. Fauchend stritten sich die Biester um unseren Müll, zerrten am Wagen, dass der ganze Bus wackelte. Sie krabbelten sogar unter den Van, um auch noch das letzte Bisschen Müll zu ergattern, das war echt gruselig! Am nächsten morgen fanden wir unsere Abfälle auf dem gesamten Platz verstreut, die Viecher hatten ihren Spaß.

Für uns ging es dann weiter in Richtung Kakadu National Park, Welterbe für Natur und Kultur.











Dienstag, 31. Juli 2007

Revue passieren Vol. II

Heute ist ja bekanntlich mein Geburtstag, und weil außer mir niemand zu Hause ist *schnief* habe ich Zeit für einen weiteren Rückblick.

Nachdem wir das Nirgendwo halbwegs hinter uns gelassen hatten, erreichten wir Mataranka und den dazu gehörigen National Park. Nach einem malwieder großartigen Nudeln-mit-Sauce Abendessen und einer Runde Karten-kloppen in der Benny mich vermutlich wieder abgezockt hat (meine Erinnerungen daran verblassen bereits, aber ich hab fast immer verloren, so vermutlich auch an diesem Abend) wollten wir uns den Luxus einer Dusche gönnen, die letzte war mindestens drei Tage her. Inzwischen war allerdings die Nacht hereingebrochen und unsere Mini-Taschenlampe leuchtete nur geschätzte zwei Meter weit. Also sind wir auf dem Stockfinsteren Campingplatz herumhgeirrt und haben das Duschhäusschen gesucht. Nach einigen Diskussionen ob rechts oder links haben wir es tatsächlich aufgestöbert, um festzustellen, dass es hier nur Soalrduschen gibt, also nur heisses Wasser, wenn die Sonne scheint. Toll.

Am nächsten Morgen haben wir dann bemerkt, dass wir eigentlich nur etwa 20 Meter von den Duschen entfernt geparkt hatten, dass konnten wir aber in der Dunkelheit nicht sehen.

Wir wurden dann doch noch sauber in den heissen Quellen des Parks. In galsklarem und 34 Grad warmen Quellwasser konnten wir uns richtig entspannen. Und ein netter kleiner Spaziergang war auch noch drin.

Montag, 30. Juli 2007

Revue passieren Vol. I


So. ich bin zwar wieder zu Hause, aber ich habe noch so viele Erlebnisse nicht zu Papier gebracht, dass ich jetzt noch ein paar Tagebucheinträge verfassen werde, ob sie nun noch einer liest oder nicht. Ich will nur der Alzheimer zuvor kommen und alles aufschreiben, bevor es in Vergesseneheit gerät.

Ich beginne also nach der Abreise in Airlie Beach und dem schweren Abschied von den Whitsundays. Danach ist erst mal - nichts passiert. Wir sind durch absolutes Nichts gefahren. Die wenigen Städtchen auf unserem weg hatten sich als großartige Touristenmagneten angekündigt, waren aber eher bescheiden.

Das spannendste Erlebnis war noch die Übernachtung auf einem Rastplatz im Nichts. Trotz des wenigen verkehrs sind die Rastplätze abends immer recht gut gefüllt, es gibt ja auch nicht allzu viele. Dieser spezielle Rastplatz war auch wirklich nur ein Parkplatz, denn es gab nicht einmal eine Toilette. Wir haben unseren Camper deshalb ein bisschen abseits geparkt, in der Nähe eines kleinen Busches, davon gab es nämlich auch nicht allzu viele. Mit der Ruhe hatte es sich allerdings schon bald erledigt, denn ein riesiger Bus voller Franzosen hielt direkt neben uns und schlug seine Zelte rund um den einzigen Busch weit und breit auf. Damit hatte es sich dann mit ein wenig Privatsphäre beim Pinkeln erledigt.

Nachdem wir einige Zeit lang weit und breit nichts gesehen haben ging es in den Daly Waters Pub, einem berühmten kleinen Gasthaus im nirgendwo. Besonders bekannt für merkwürdige Hinterlassenschaften der Besucher, wie T-shirts, Ausweise, Abzeichen, Unterwäsche, Flip-Flops aus denen Bäume wachsen, Nummernschilder und Röntgenbilder.