Wir verließen schweren Herzens die schöne Quelle in Mataranka, um uns auf den Weg nach Kathrine zu machen. Im örtlichen Tourie-Zentrum haben wir eine Kanu-Tour durch die Schluchten der Gegend gebucht und einen Campingplatz im National-Park reserviert. Der Kofferaum wurde in einem der Supermärkte mit Lebensmitteln vollgestopft (hier eine kleine Auswahl des Australischen Junk-Food-Sortiments) und auf ging es in den Busch.
Die Kathrine Gorge ist eigentlich keine zusammenhängende Schlucht, sondern ein System aus aneinander gereihten Schluchten. Nach einer kleinen Kraxel-Einlage konnten wir uns also schon einmal von oben anschauen, wo wir am nächsten Tag durchpaddeln wollten.
Auf dem Rückweg hatte Benny dann seine erste Begegnung mit halb-wilden Roos (liebevoller Kosename für Kangaroos). Anfassen konnte man die kleinen Campingplatz-Bewohner nicht, aber bis auf wenige Zentimeter anschleichen funktionierte ganz gut.
Am Abend zeigte sich dann, dass die kleinen Racker ihre Scheu ganz gut im Griff hatten: Auf dem gesamten Platz hüpfte die Herde zwischen Zelten und Wohnwagen herum, trank aus den tropfenden Wasserhähnen und suchten nach Leckereien, die die Touries liegen gelassen hatten. Anfassen durften wir sie aber nicht, dann sprinteten sie davon.
Früh am nächsten Morgen haben wir die Rucksäcke gepackt und uns auf den Weg zum Kanu-Verleih gemacht. Schon zu dieser frühen Uhrzeit machte sich bemerkbar, dass Benny einen Zickigen hatte. Aber noch war ich frohen Mutes, denn das Paddeln im strahlenden Sonnenschein würde ihn sicherlich aufmuntern. Dachte ich. Aber da wir beide keine Ahnung davon hatten und Benny sich nicht gerade durch eine Engels-Geduld auszeichnet und ich kein sonderliches Sporttalent bin, wurde es nur noch ungemütlicher und anstrengender. Wenn die recht starke Strömung uns mal wieder wegdrückte und ich nicht richtig lenkte, wurde ich entweder von hinten genervt angeseufzt oder auch mal angeschrien, je nach Anstrengungsgrad. Landschaftlich ein sehr schöner Ausflug wurde damit schnell zu einem sehr nervigen Ausflug.
Auf dem Rückweg eines kleinen Zwischenstopps in eine kleine Nebenschlucht habe ich mir dann dermaßen den Zeh an einem versteckten Stein gestoßen, das der bis heute noch weh tut. Aber Jammern durfte ich nicht, schließlich war Benny ja ohnehin schon genervt...
Am Ende der Paddelei haben wir dann die Positionen getauscht und Benny stellte überrascht fest, dass das mit dem Lenken tatsächlich gar nicht so einfach ist. Ach. Und als wir uns nur sachte am Ufer treiben ließen, um tatsächlich noch ein kleines Süßwasserkrokodil zu erspähen gings dann auch mit dem Paddeln und Bennys Stimmung wieder.
Am Ende der Paddelei haben wir dann die Positionen getauscht und Benny stellte überrascht fest, dass das mit dem Lenken tatsächlich gar nicht so einfach ist. Ach. Und als wir uns nur sachte am Ufer treiben ließen, um tatsächlich noch ein kleines Süßwasserkrokodil zu erspähen gings dann auch mit dem Paddeln und Bennys Stimmung wieder.
Ilka teilte uns dann später mit, dass eigentlich immer derjenige lenkt, der hinten sitzt. In unserem Fall wäre das die meiste Zeit Benny gewesen. Kein Wunder also, dass ich mir vorne einen abgepaddelt hab, ohne das es etwas nützte. Aber Benny hat das ganz kommentarlos an sich abstreifen lassen.
In der folgenden Nacht konnten wir uns leider nur schlecht von den Strapazen des Paddelns erholen, denn wir hatten den fatalen Fehler begangen, unseren Müll vor dem Zubettgehen nicht auszulehren. Nachdem wir uns in unseren kleinen Van zurückgezogen hatten, kamen die Kängurus und interessierten sich sehr für die Schale, in der die eingelegten Oliven waren. Fauchend stritten sich die Biester um unseren Müll, zerrten am Wagen, dass der ganze Bus wackelte. Sie krabbelten sogar unter den Van, um auch noch das letzte Bisschen Müll zu ergattern, das war echt gruselig! Am nächsten morgen fanden wir unsere Abfälle auf dem gesamten Platz verstreut, die Viecher hatten ihren Spaß.
Für uns ging es dann weiter in Richtung Kakadu National Park, Welterbe für Natur und Kultur.
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