Dienstag, 31. Juli 2007

Revue passieren Vol. II

Heute ist ja bekanntlich mein Geburtstag, und weil außer mir niemand zu Hause ist *schnief* habe ich Zeit für einen weiteren Rückblick.

Nachdem wir das Nirgendwo halbwegs hinter uns gelassen hatten, erreichten wir Mataranka und den dazu gehörigen National Park. Nach einem malwieder großartigen Nudeln-mit-Sauce Abendessen und einer Runde Karten-kloppen in der Benny mich vermutlich wieder abgezockt hat (meine Erinnerungen daran verblassen bereits, aber ich hab fast immer verloren, so vermutlich auch an diesem Abend) wollten wir uns den Luxus einer Dusche gönnen, die letzte war mindestens drei Tage her. Inzwischen war allerdings die Nacht hereingebrochen und unsere Mini-Taschenlampe leuchtete nur geschätzte zwei Meter weit. Also sind wir auf dem Stockfinsteren Campingplatz herumhgeirrt und haben das Duschhäusschen gesucht. Nach einigen Diskussionen ob rechts oder links haben wir es tatsächlich aufgestöbert, um festzustellen, dass es hier nur Soalrduschen gibt, also nur heisses Wasser, wenn die Sonne scheint. Toll.

Am nächsten Morgen haben wir dann bemerkt, dass wir eigentlich nur etwa 20 Meter von den Duschen entfernt geparkt hatten, dass konnten wir aber in der Dunkelheit nicht sehen.

Wir wurden dann doch noch sauber in den heissen Quellen des Parks. In galsklarem und 34 Grad warmen Quellwasser konnten wir uns richtig entspannen. Und ein netter kleiner Spaziergang war auch noch drin.

Montag, 30. Juli 2007

Revue passieren Vol. I


So. ich bin zwar wieder zu Hause, aber ich habe noch so viele Erlebnisse nicht zu Papier gebracht, dass ich jetzt noch ein paar Tagebucheinträge verfassen werde, ob sie nun noch einer liest oder nicht. Ich will nur der Alzheimer zuvor kommen und alles aufschreiben, bevor es in Vergesseneheit gerät.

Ich beginne also nach der Abreise in Airlie Beach und dem schweren Abschied von den Whitsundays. Danach ist erst mal - nichts passiert. Wir sind durch absolutes Nichts gefahren. Die wenigen Städtchen auf unserem weg hatten sich als großartige Touristenmagneten angekündigt, waren aber eher bescheiden.

Das spannendste Erlebnis war noch die Übernachtung auf einem Rastplatz im Nichts. Trotz des wenigen verkehrs sind die Rastplätze abends immer recht gut gefüllt, es gibt ja auch nicht allzu viele. Dieser spezielle Rastplatz war auch wirklich nur ein Parkplatz, denn es gab nicht einmal eine Toilette. Wir haben unseren Camper deshalb ein bisschen abseits geparkt, in der Nähe eines kleinen Busches, davon gab es nämlich auch nicht allzu viele. Mit der Ruhe hatte es sich allerdings schon bald erledigt, denn ein riesiger Bus voller Franzosen hielt direkt neben uns und schlug seine Zelte rund um den einzigen Busch weit und breit auf. Damit hatte es sich dann mit ein wenig Privatsphäre beim Pinkeln erledigt.

Nachdem wir einige Zeit lang weit und breit nichts gesehen haben ging es in den Daly Waters Pub, einem berühmten kleinen Gasthaus im nirgendwo. Besonders bekannt für merkwürdige Hinterlassenschaften der Besucher, wie T-shirts, Ausweise, Abzeichen, Unterwäsche, Flip-Flops aus denen Bäume wachsen, Nummernschilder und Röntgenbilder.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Zuhause!

Ich bin wieder da! Auch schon ein bisschen länger, aber irgendwie ware mir noch nicht so nach schreiben. Naja jedefalls hab ich ein sehr schönes und herzliches Willkommen hinter mir. Nach einem viel zu langen Flug hat Papa uns vom Flughafen abgeholt, Mama hat uns erst zu Hause begrüßt (keinen Urlaub bekommen). Die Straße war mit bunter Kreise verziert, Luftballons und ein großes Banner schmückten unsere Tür, ich war wirklich gerührt. Im Moment spinnt der Blogger Server, ich kann keine Bilder Hochladen, die Reste nach dem Regen zeige ich dann noch. Natürlich war das alles auf dem Mist meiner Mama gewachsen. Genauso wie der ganz zufällige Besuch meiner Verwandschaft und Bekanntschaft am Abend!
In den Nächsten Tagen werde ich dann Fotos und Berichte aus dem Urlaub reinstellen. Falls ihr inzwischen kein Interesse am Blog mehr habt, denn ich bin ja nun wieder hier, macht das auch nichts, es ist auch mehr als Gedächtnisstütze für mich gedacht, damit ich alles schriftlich habe bevor es aus meinen grauen Zellen verschwindet.

Sonntag, 22. Juli 2007

Echt vorbei.

Melbourne verabschiedet sich von mir mit strahlendem Sonnenschein. Und wirklich netten Menschen. Gestern Abend haben Benny und ich naemlich den Schock unseres Lebens erlitten. Innerhalb von 50 Metern und einer Zeitspanne von nichtmal einer Minute war ploetzlich meine Kamera verschwunden. Im einen Moment wollte ich noch ein Foto schiessen, im naechsten war sie verschwunden. Keine Spur auf der Strasse, oder sonst wo, wir waren nirgends angehalten, haben uns nirgends hingesetzt. Eigentlich war uns auch niemand besonders aufgefallen, der neben uns gegangen waere, aber unsere Schlussfolgerung war: Kamera gestohlen, alle ca 900 Urlaubsfotos auf nimmer Wiedersehen verschwunden. Ihr koennt euch eventuell unsere Stimmung vorstellen, da ich ja auch als Heulsuse bekannt bin.
Wir also auf zur Polizei, Aussage gemacht, man weiss ja nie. Wir hatten die Wache gerade verlassen, da klingelte auch schon mein Telefon. Polizei. Jemand hat gerade eine Kamera abgegeben, die auf unsere Beschreibung passt. Und tatsaechlich: Unsere Kamera, mit allen Fotos, war wieder da. Anscheinend hab ich sie irgendwie verloren, auch wenn ich keinen Schimmer habe wie. Ich vermute ich habe sie zwischen Tasche und Einkaufstuete gesteckt, statt in die Tasche und beim Gehen ist sie dann irgendwie runtergefallen. Ich bedanke mich also hiermit bei allen ehrlichen Menschen dieser Welt, persoenlich konnten wir uns beim Finder leider nicht bedanken. Ich hoffe unser Glueck fuer die naechsten Jahre ist damit nicht aufgebraucht. Das waere jedenfalls sonst der absolute super GAU gewesen.
So noch eine halbe Stunde dann geht es zum Flughafen. Noch dreieinhalb Stunden dann heben wir ab in Richtung Heimat. Ich werde Melbourne vermissen. Aber ich freu mich auch auf mein Zuhause.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Fast vorbei!

Etwa 200 Moskitostiche, 2000 Sommersprossen und drei Wochen in einem Wicked Camper spaeter ist unser Urlaub tatsaechlich schon vorbei! Wir haben heute unseren liebgewonnenen Van abgegeben und schlagen die Zeit tot bis heute Nacht unser Flug ins kalte und verregnete Melbourne geht. Und dann dauert es nur noch drei Tage, dann sind wir wieder in good old Germany. Kaum zu fassen dass es schon vorbei ist.
Aber es war absolut grossartig, fantastisch, super-titten-affengeil, wie auch immer man es ausdruecken moechte! Mal davon abgesehen dass wir mehr Zeit an der Ostkueste haetten verbringen koennen - wir waren naemlich viel zu frueh in Darwin - und die Campingplaetze hier viel zu teuer und vollgestopft sind. Das hat uns allerdings die Gelegenheit gegeben auch noch den Litchfield National Park zu besuchen. Mal wieder herrliche Wasserfaelle, die man hervorragend schwimmend bestaunen konnte.
Kakadu National Park war teilweise enttaeuschend. Nicht weil er nicht super schoen gewesen waere, sondern weil man die Hauptattraktionen nur mit einem Jeep erreichen kann und die Touren einfach unverschaemt teuer waren. Also sind wir da nur die allgemein zugaenglichen Wanderwege abgelatscht. Natuerlich immer in der Mittagshitze. Ich weiss auch nicht, wie wir das immer hinbekommen haben. War aber trotzdem super.
Ich kann gar nicht so viel schreiben wie ich erzaehlen moechte, aber wir sind ja bald wieder zu Hause, um persoenlich zu berichten. Und bei Gelegenheit werde ich dann meinen Blog auch ausfuehrlich fuettern mit Fotos und Geschichten rund um Campingleben, Aborigines, Tiere und allem, was uns sonst noch so ueber den Weg gelaufen ist.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Die Whitsunday Islands

Unser kleiner Urlaub im Urlaub ist leider schon vorbei, aber es war das Geld absolut wert! Wir haetten gerne die zweite Haelfte unserer Tour hier verbracht: Am ersten Tag sind wir rausgesegelt, ein lauter Pfiff unseres Skipper hat hungrige Seeadler herbei gelockt, die dann direkt neben der Yacht auf Wuerstchenjagt gingen. An unserem Anlegeplatz haben wir denn den ersten unserer zwei absolut spektakulaer schoenen Sonnenuntergaenge genossen, bevor es dann ein sehr leckeres Abendessen gab, das unsere Camping-Kochversuche bei weitem uebertraf. Am naechsten Tag war frueh aufstehen angesagt, denn der erste Tauchgang stand bevor. Einmal die Bucht gewechselt und mit einem beherzten Sprung ins trotz Wet-Suit ziemlich kalte Wasser waren wir mitten in einem Aquarium: Grosse und kleine schillernd bunte Fische schwammen um uns herum, die Korallen schimmerten rosa, gelb, gruen und lila.



Nachdem wir durchgefroren wieder an Bord waren ging es zum Whitehaven Beach, Kubikmeter um Kubikmeter weisser Sand, den man wegen seiner Reinheit gleich zu Glas verarbeiten koennte.


Aufgewaermt von der strahlenden Sonne weiter zur naechsten Bucht, zweiter Tauchgang. Wieder reichlich bunte Fische, in den Wellen wogende Korallen und arschkaltes Wasser.


Der naechste Sonnenuntergang stand bevor und die groesste Attraktion wartete noch auf uns, obwohl wir das natuerlich noch nicht wussten: Als es eigentlich schon fast Zeit fuer die Koje war hat eine Gruppe Delfine um unser Boot herum gejagt! Direkt neben und unter uns haben sie ihr Abendessen verspeist. Kleine und grosse Fische sprangen in Todesangst gegen die Yacht, aber sie hatten keine Chance gegen die schnellen Meeressaeuger. Unglaublich cool. Bis spaet in die Nacht haben wir noch ihre Athemgeraeusche ghoert.



So und weil wir gar nicht so viel schreiben koennen, wie wir erlebt haben, gibt es heute einfach mal ein paar Bilder zum neidisch machen.

Dienstag, 3. Juli 2007

Der tropische Norden

Ich wuerde euch so furchtbar gerne die herrlichen Straende zeigen an denen wir unsere Mittagspausen verbringen, uebernachten und uns die Sonne auf den (viel zu dicken) Bauch scheinen lassen, aber die alte PC Kiste auf diesem Campingplatz erkennt meine Kamera leider nicht. Aber hiermit wisst ihr, dass wir leben, es uns gut geht und dass das Camper-Dasein gar nicht so schlimm ist, wie ich befuerchtet hatte.
Wir haben einen Beetle-Wicked-Camper: Die Gesichter aller Beetles sind auf der Seite und hinten drauf steht: Love, love me do, you know I love you. Ist das nicht ramontisch? Besonders wo die Motorhaube eingebaeult und die Frontscheibe gesprungen ist... Naja, aber er faehrt.
Wir haben auch reichlich australisches Viehzeug gesehen. Spinnen, groesser als Bennys Hand (und zwar nicht im Zoo sondern echt wild!), Krokodile, Kaengurus, Kasuare, Papageien, Baumfroesche, und Possums, die nachts unsere Pfanne ausgeleckt haben.
Morgen geht es mit einer Segelyacht auf die Whitsunday Islands und ins Great Barrier Reef fuer zwei Tage und Zwei Naechte. Viel zu teuer aber wird bestimmt super. Vielleicht kann ich dann ja auch mal ein paar Bilder hochladen.
Sonnige Gruesse jedenfalls auch von Benny.