(Der Beitrag fuer Donnerstag)
Meine Kamera ist kaputt. Toll. Das Krisenmanagement hat beschlossen, dass Benny in Deutschland schnell eine neue kauft und wir diese oder meine alte (hoffentlich über Garantie reparierte) dann verkaufen. Wer also jemanden kennt, der jemanden kennt oder sich selbst Ende Juli eine neue (fast neue) Kamera anschaffen will, der kann ja mal an mich denken. Ich werde natürlich einen super Freundschaftspreis anbieten!
Vermutlich ist meine Kamera irgendwann auf der ersten Hälfte meines Ausritts gestern kaputt
gegangen. Von diesem Ritt jedenfalls handelt nun dieser Beitrag:
Nachdem ich Mittwoch ja schon einmal sinnlos nach Wallan gefahren war, hat mich am Donnerstag doch tatsächlich jemand abgeholt. Im nach Pferd und Kuh riechenden Pick-Up Truck und mit Stroh auf den Sitzen gings zu Uncle Nev`s Riding Farm. Ich hab mich gleich wohl gefühlt. Die Farm sah ein bisschen schmuddelig aber nett aus, auf einer der Pferdeweiden fühlten sich jedenfalls auch hunderte weißer Kakadus wohl.
Vermutlich ist meine Kamera irgendwann auf der ersten Hälfte meines Ausritts gestern kaputt
gegangen. Von diesem Ritt jedenfalls handelt nun dieser Beitrag:Nachdem ich Mittwoch ja schon einmal sinnlos nach Wallan gefahren war, hat mich am Donnerstag doch tatsächlich jemand abgeholt. Im nach Pferd und Kuh riechenden Pick-Up Truck und mit Stroh auf den Sitzen gings zu Uncle Nev`s Riding Farm. Ich hab mich gleich wohl gefühlt. Die Farm sah ein bisschen schmuddelig aber nett aus, auf einer der Pferdeweiden fühlten sich jedenfalls auch hunderte weißer Kakadus wohl.
Und dann kam Susi. Mein Reituntersatz für diesen Tag. Null Muskeln, die Knochen standen unter dem zotteligen Fell hervor, ein riesiger Gras-Hängebauch und Ohren wie ein Esel. Pam, die Tour-Führerin, hat mich beruhigt, die sieht nur so hässlich aus, sie sei aber ganz toll zu reiten. Und auch wenn sie aussieht wie 30, sie ist erst zehn und sah auch schon als Fohlen so aus. Und sie ist zickig: Sie beißt gern, tritt schonmal zu und mag keine anderen Pferde. Super. Alle anderen Pferde waren groß und hübsch und gut genährt. Das letzte Foto war also das von mir auf Susi. Ich sitze wie ein Schluck Wasser in der Kurve, es ist überbelichtet, meine Augen sind zu und das Pferd unter mir muss ich wohl nicht weiter kommentieren. Kein sonderlich glanzvoller Abgang meiner Kamera.
Naja es ging los: Das Foto von der Gegend hab ich bei meiner Ankunft geschossen. Die Landschaft war herrlich: Kilometerweit keine Straße zu überqueren, keine geteerten Wege (wenn wir überhaupt mal auf einem Weg geritten sind) keine Fußgänger nur wir und die Pferde. Wir waren vier zahlende Gäste, eine Führerin, eine Schlussreiterin, eine weitere Reiterin hat sich uns unterwegs angeschlossen und Uncle Nev's Sohn (ca Mitte bis Ende 60) ist später auch noch dazugestoßen. Und erstaunlicherweise konnte ich die Landschaft wirklich mit allen Sinnen genießen, den Susi ließ sich wirklich hervorragend reiten: bequeme Gänge, schnelle Reaktion, weich im Maul, ganz anders als ich erwartet hatte. „She likes a run“ meinte Pam dann vor dem ersten Galopp und sie hatte recht. Dieses völlig muskellose Tier stürmte los wie von der Tarantel gestochen. Aber erstens bin ich von Siggi ja ein ganz anderes Tempo gewöhnt, dagegen war Susi sehr gemächlich, und nachdem sie einmal bemerkt hat, dass sie laufen darf, ließ sie sich auch ganz einfach kontrollieren. Und da wir ausschließlich bergauf galoppiert sind, hatte sich das Rennen spätestens auf der Hügelkuppe sowieso erledigt.
Die atemberaubende Aussicht bis zu den 50 Kilometer entfernten Wolkenkratzern Melbourne's wollte meine Kamera nicht mehr aufnehmen. Es ging also von einer Wiese zur nächsten, querfeldein durch den Wald und immer wieder bergauf und bergab. Nach einer kurzen Aufwärm-Kaffee-Pause nach fast zwei Stunden durch die Wälder und Wiesen haben wir den Rückweg angetreten. Und wieder war ich froh über meine Susi: Der Boden war ein bisschen rutschig und aus irgendeinem Grund ist der Zosse von dem Mädchen hinter mir über einen Baumstamm gesprungen, über den er auch einfach hätte drübersteigen können, ist ausgerutscht und bevor er sich wieder fangen konnte war die Reiterin (blutige Anfängerin) bereits abgesprungen/gefallen und sehr unsanft gelandet. Sie konnte jedenfalls nicht weiter reiten, musste mit dem Jeep abgeholt werden. Ihre Freundinnen blieben natürlich bei ihr, also bin ich mit zwei von den einheimischen Reiterinnen nach Hause geritten, beide mit einem weiteren Pferd an der Hand. Auf der letzen Wiese sind wir dann im Sonnenuntergang durch eine Herde Kängurus geritten, aber Bitten und Betteln hatte keinen Zweck, meine Kamera wollte nicht mehr. Letztendlich wurde ich zum Bahnhof chauffiert, das Mädel ins Krankenhaus (eigentlich sah der Sturz gar nicht so schlimm aus, wahrscheinlich war sie einfach nur geschockt und durchgefroren, im Wald war's nämlich arschkalt).
Mein Hintern tut höllisch weh, drei Stunden auf einem nicht sonderlich bequemen Sattel haben ihre Spuren hinterlassen. Von meinem Muskelkater mal ganz abgesehen. Aber es war herrlich und ich hab mich ein bisschen wie eine von Mc Leod's Töchtern gefühlt (für alle nicht-nachmittags Fernsehgucker: Australische Frauen-Farm-Serie, läuft bei uns auf Vox, glaub ich).
Ach ja, hier der Beweis, dass ich zweimal im Nirgendwo war: Und diese liebevolle Fahrkarten Entwertung! Auf der Rückfahrt kam noch ein Sternchen dazu!
Naja es ging los: Das Foto von der Gegend hab ich bei meiner Ankunft geschossen. Die Landschaft war herrlich: Kilometerweit keine Straße zu überqueren, keine geteerten Wege (wenn wir überhaupt mal auf einem Weg geritten sind) keine Fußgänger nur wir und die Pferde. Wir waren vier zahlende Gäste, eine Führerin, eine Schlussreiterin, eine weitere Reiterin hat sich uns unterwegs angeschlossen und Uncle Nev's Sohn (ca Mitte bis Ende 60) ist später auch noch dazugestoßen. Und erstaunlicherweise konnte ich die Landschaft wirklich mit allen Sinnen genießen, den Susi ließ sich wirklich hervorragend reiten: bequeme Gänge, schnelle Reaktion, weich im Maul, ganz anders als ich erwartet hatte. „She likes a run“ meinte Pam dann vor dem ersten Galopp und sie hatte recht. Dieses völlig muskellose Tier stürmte los wie von der Tarantel gestochen. Aber erstens bin ich von Siggi ja ein ganz anderes Tempo gewöhnt, dagegen war Susi sehr gemächlich, und nachdem sie einmal bemerkt hat, dass sie laufen darf, ließ sie sich auch ganz einfach kontrollieren. Und da wir ausschließlich bergauf galoppiert sind, hatte sich das Rennen spätestens auf der Hügelkuppe sowieso erledigt.Die atemberaubende Aussicht bis zu den 50 Kilometer entfernten Wolkenkratzern Melbourne's wollte meine Kamera nicht mehr aufnehmen. Es ging also von einer Wiese zur nächsten, querfeldein durch den Wald und immer wieder bergauf und bergab. Nach einer kurzen Aufwärm-Kaffee-Pause nach fast zwei Stunden durch die Wälder und Wiesen haben wir den Rückweg angetreten. Und wieder war ich froh über meine Susi: Der Boden war ein bisschen rutschig und aus irgendeinem Grund ist der Zosse von dem Mädchen hinter mir über einen Baumstamm gesprungen, über den er auch einfach hätte drübersteigen können, ist ausgerutscht und bevor er sich wieder fangen konnte war die Reiterin (blutige Anfängerin) bereits abgesprungen/gefallen und sehr unsanft gelandet. Sie konnte jedenfalls nicht weiter reiten, musste mit dem Jeep abgeholt werden. Ihre Freundinnen blieben natürlich bei ihr, also bin ich mit zwei von den einheimischen Reiterinnen nach Hause geritten, beide mit einem weiteren Pferd an der Hand. Auf der letzen Wiese sind wir dann im Sonnenuntergang durch eine Herde Kängurus geritten, aber Bitten und Betteln hatte keinen Zweck, meine Kamera wollte nicht mehr. Letztendlich wurde ich zum Bahnhof chauffiert, das Mädel ins Krankenhaus (eigentlich sah der Sturz gar nicht so schlimm aus, wahrscheinlich war sie einfach nur geschockt und durchgefroren, im Wald war's nämlich arschkalt).
Mein Hintern tut höllisch weh, drei Stunden auf einem nicht sonderlich bequemen Sattel haben ihre Spuren hinterlassen. Von meinem Muskelkater mal ganz abgesehen. Aber es war herrlich und ich hab mich ein bisschen wie eine von Mc Leod's Töchtern gefühlt (für alle nicht-nachmittags Fernsehgucker: Australische Frauen-Farm-Serie, läuft bei uns auf Vox, glaub ich).
Ach ja, hier der Beweis, dass ich zweimal im Nirgendwo war: Und diese liebevolle Fahrkarten Entwertung! Auf der Rückfahrt kam noch ein Sternchen dazu! 
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