Am Freitag um neun fuhr ich auf Klassenfahrt. Der Kurs „Introduction to Australian Society“, also praktisch die Einführung in die Australische Gesellschaft, war das ganze Wochenende im Bundesstaat Victoria unterwegs, um die Australier kennen und verstehen zu lernen. Los gings mit dem Bus in Richtung Weinanbaugebiet. Unterwegs sollten wir einen Blick auf die Landschaft werfen, und uns angucken was die Gegend so zu bieten hat. Wir hatten Melbourne grade hinter uns gelassen, da hab ich auch schon geschlafen. Viele beneiden mich darum, in jeder erdenklichen Situation schlafen zu können, besonders in Bussen und Flugzeugen (Ich sag nur Kursfahrt nach Avignon), dass kann aber auch extrem unpraktisch sein...
Als ich wieder aufgewacht bin, fuhren wir bereits durch Weinberge. Wobei das eigentlich hier mehr Weinfelder sind, denn Australien ist der flachste Kontinent der Welt, mal von wenigen Regionen abgesehen ist es hier so platt wie im Wattenmeer. Aber die Sonne kommt hier den ganzen Tag von allen Seiten, deshalb ist die Hanglage für den Wein hier auch nicht wirklich entscheidend. Wir haben die Seppelt Winery besucht, die den in Australien gut bekannten Seppelt Sekt herstellt und außerdem Sparkling Shiraz.
Also Shiraz-Rotwein mit Kohlensäure wie Sekt. War im erstem Moment sehr merkwürdig, aber eigentlich ganz gut. Zum Weihnachtsbraten bei 40 Grad im Schatten kann ich mir den gut vorstellen. Wir sind durch die Keller gelaufen, die von arbeitslosen Minen-Arbeitern gegraben wurden, und haben die Kühle genossen. Und uns die angeschimmelten Spinnenwegen angesehen. Gruselig und bestimmt nicht besonders gesund, die Luft. Unser Tourfuehrer hatte die typisch australieschen Narben auf Kopf und Ohren. Nicht der Schimmel, sondern die Sonne hat hier gute Arbeit geleistet und Krebs verursacht, der dann weggeschnitten wird. Besonders bei den alten Australiern siehrt man das oft.
Danach fuhren wir ins Brambuk Centre, einer Art Aufklärungs-Stätte über die Aboriginals der Region, und was die ersten Siedler von ihnen übrig gelassen haben. Dort haben wir dann wie die Ureinwohner die australischen Nationaltiere verspeist.


Känguru lässt sich am ehesten mit Rindfleisch vergleichen, Krokodil schmeckt wie Huhn und Emu vermutlich wie Strauß oder auch Lamm, allerdings war das Fleisch in ein ekelige Bratwurst gepresst, die alles andere als lecker war. Würstchen sollten eben nur die Deutschen machen. Die Fotos sind von links nach rechts in der beschriebenen Reihenfolge.
Danach ging es dann weiter ins Camp. Dort begrüßten uns die Kängurus vor dem Speisesaal. Nach einem unglaublich leckeren
Abendessen mit Lasagne und warmen Schokoladenkuchen mit Vanille-Eis, haben wir uns dann im Gemeinschaftsraum getroffen und eine Lehrstunde über Australiens Flora und Fauna erhalten. Koalas sind zwar süß und schlafen eigentlich den ganzen Tag, aber wenn sie mal aufwachen, dann hören sie sich an wie ein gefolterter Mann. Furchtbar! Ich hoffe ich höre nie einen in der Realität, das würde mein Bild der kleinen Kuscheltiere völlig zerstören.
Nachdem wir also wussten, was alles giftiges im Wald herum kriecht, und wir alle nochmal schnell unsere Socken hochgezogen haben (wegen der Schlangen), sind wir in den stockfinsteren Busch marschiert. Da knapp 30 Studenten definitiv nicht leise durch den Wald gehen können (einige haben es auch nicht mal versucht) blieb es leider bei Opossums, Handteller großen Spinnen, und riesigen Ameisen, die unseren Weg gekreuzt haben. Zur Krönung durften wir dann noch ein Stückchen Wald alleine hinter uns lassen, um mal zu erleben, wie sich das anhört, wenn nicht 60 Füße auf dem Weg trampeln. Natürlich bin ich alleine durch die Dunkelheit gewandert. (Eva hats vorgemacht, da konnte ich ja nicht mehr anders.)
Am nächsten Tag gings dann morgens früh in Richtung Hamilton, einer wohlhabenden Stadt, die während des Goldrauschs in der Gegend zu dem wurde was sie heute ist: Eine langweilige Kleinstadt. Wenn wir nicht eine Grundschul-Stadtrrally abarbeiten und eine Fuehrung durch das Museum haetten machen muessen, waeren wir wahrscheinlich nicht mal ausgestiegen. Wir haben aber gelernt, dass die Siedler damals gerne ihr England in Australien nachgebaut haetten. Sie haben mehrstoeckige Gebaeude gebaut (da Hitze nach oben steigt hier sehr sinnvoll), botanische Gaerten mit Eichen und Buchen angelegt (das Emu-Gehege wurde wohl spaeter hinzugefuegt) und exklusive Maenner und Frauen Clubs gegruendet. Naja. War irgendwie doch ganz nett.
Als ich wieder aufgewacht bin, fuhren wir bereits durch Weinberge. Wobei das eigentlich hier mehr Weinfelder sind, denn Australien ist der flachste Kontinent der Welt, mal von wenigen Regionen abgesehen ist es hier so platt wie im Wattenmeer. Aber die Sonne kommt hier den ganzen Tag von allen Seiten, deshalb ist die Hanglage für den Wein hier auch nicht wirklich entscheidend. Wir haben die Seppelt Winery besucht, die den in Australien gut bekannten Seppelt Sekt herstellt und außerdem Sparkling Shiraz.
Also Shiraz-Rotwein mit Kohlensäure wie Sekt. War im erstem Moment sehr merkwürdig, aber eigentlich ganz gut. Zum Weihnachtsbraten bei 40 Grad im Schatten kann ich mir den gut vorstellen. Wir sind durch die Keller gelaufen, die von arbeitslosen Minen-Arbeitern gegraben wurden, und haben die Kühle genossen. Und uns die angeschimmelten Spinnenwegen angesehen. Gruselig und bestimmt nicht besonders gesund, die Luft. Unser Tourfuehrer hatte die typisch australieschen Narben auf Kopf und Ohren. Nicht der Schimmel, sondern die Sonne hat hier gute Arbeit geleistet und Krebs verursacht, der dann weggeschnitten wird. Besonders bei den alten Australiern siehrt man das oft.Danach fuhren wir ins Brambuk Centre, einer Art Aufklärungs-Stätte über die Aboriginals der Region, und was die ersten Siedler von ihnen übrig gelassen haben. Dort haben wir dann wie die Ureinwohner die australischen Nationaltiere verspeist.


Känguru lässt sich am ehesten mit Rindfleisch vergleichen, Krokodil schmeckt wie Huhn und Emu vermutlich wie Strauß oder auch Lamm, allerdings war das Fleisch in ein ekelige Bratwurst gepresst, die alles andere als lecker war. Würstchen sollten eben nur die Deutschen machen. Die Fotos sind von links nach rechts in der beschriebenen Reihenfolge.Danach ging es dann weiter ins Camp. Dort begrüßten uns die Kängurus vor dem Speisesaal. Nach einem unglaublich leckeren
Abendessen mit Lasagne und warmen Schokoladenkuchen mit Vanille-Eis, haben wir uns dann im Gemeinschaftsraum getroffen und eine Lehrstunde über Australiens Flora und Fauna erhalten. Koalas sind zwar süß und schlafen eigentlich den ganzen Tag, aber wenn sie mal aufwachen, dann hören sie sich an wie ein gefolterter Mann. Furchtbar! Ich hoffe ich höre nie einen in der Realität, das würde mein Bild der kleinen Kuscheltiere völlig zerstören.Nachdem wir also wussten, was alles giftiges im Wald herum kriecht, und wir alle nochmal schnell unsere Socken hochgezogen haben (wegen der Schlangen), sind wir in den stockfinsteren Busch marschiert. Da knapp 30 Studenten definitiv nicht leise durch den Wald gehen können (einige haben es auch nicht mal versucht) blieb es leider bei Opossums, Handteller großen Spinnen, und riesigen Ameisen, die unseren Weg gekreuzt haben. Zur Krönung durften wir dann noch ein Stückchen Wald alleine hinter uns lassen, um mal zu erleben, wie sich das anhört, wenn nicht 60 Füße auf dem Weg trampeln. Natürlich bin ich alleine durch die Dunkelheit gewandert. (Eva hats vorgemacht, da konnte ich ja nicht mehr anders.)
Am nächsten Tag gings dann morgens früh in Richtung Hamilton, einer wohlhabenden Stadt, die während des Goldrauschs in der Gegend zu dem wurde was sie heute ist: Eine langweilige Kleinstadt. Wenn wir nicht eine Grundschul-Stadtrrally abarbeiten und eine Fuehrung durch das Museum haetten machen muessen, waeren wir wahrscheinlich nicht mal ausgestiegen. Wir haben aber gelernt, dass die Siedler damals gerne ihr England in Australien nachgebaut haetten. Sie haben mehrstoeckige Gebaeude gebaut (da Hitze nach oben steigt hier sehr sinnvoll), botanische Gaerten mit Eichen und Buchen angelegt (das Emu-Gehege wurde wohl spaeter hinzugefuegt) und exklusive Maenner und Frauen Clubs gegruendet. Naja. War irgendwie doch ganz nett.
Zurueck im Camp haben wir dann einen Berg erklommen, um uns die Gegend mal aus der Vogelperspektive anzusehen. Etwa 2 Klimeter ging es steil bergauf, und da sich mein Sport hier im Moment gegen Null tendiert, war ich ganz ordentlich aus der Puste. Aber es hat sich gelohnt.
Herrlicher Ausblick. Hat mich ein bisschen an Afrika erinnert: Berge mit dichtem Wald und dahinter endloses, trockenes Grasland. Eva und Juliane waren mit und wir haben uns fuer den Rueckweg von der Gruppe getrennt, um die Gegend mit ein bisschen mehr Ruhe zu geniessen. Sonst haetten wir bestimmt auch nicht die Daumengrosse Echse auf dem Weg entdeckt.
Herrlicher Ausblick. Hat mich ein bisschen an Afrika erinnert: Berge mit dichtem Wald und dahinter endloses, trockenes Grasland. Eva und Juliane waren mit und wir haben uns fuer den Rueckweg von der Gruppe getrennt, um die Gegend mit ein bisschen mehr Ruhe zu geniessen. Sonst haetten wir bestimmt auch nicht die Daumengrosse Echse auf dem Weg entdeckt.
Zum BBQ am Abend kam dann ein Chor aus der Region und ein paar Nachbarn, damit wir auch mal echte Australier sehen konnten. Alle mussten dann ihre Nationalhymne traellern, Gott sei Dank waren wir viele Deutsche und die WM ist noch nicht so lange her, wir haben also ordentlich drafu los geschmettert. Ich waere gestorben, wenn ich wie der Sued-Koreaner alleine singen muesste, oder wie die Schwede zu zweit. Manchmal ist es also gar nicht so schlecht, Deutscher in Australien zu sein, man ist nie allein.
Am naechsten Morgen hat uns dann ein Dozent darauf aufmerksam gemacht, dass im Wald eine Herde Kaengurus grast. Wir haben uns also direkt nach dem Fruehstueck auf den Weg gemacht und haben sie auch entdeckt: Mindesten 20/30 Tiere haben gegrast und uns angestarrt. Dann kamen leider ein paar sehr daemliche Jungs auf die glorreiche Idee, sie wuerden die Viehcher gerne mal in Aktion sehen und sind losgerannt. Die Herde ist weggehuepft (mein Gott machen die Saetze) und die Idylle war vorbei. Ganz toll gemacht. Es gibt echt richtige Idioten auf der Welt.Auf dem Rueckweg haben wir dann eine Schaffarm besichtigt und einen Touri-Park in dem ein Dorf aus der Zeit des Goldrausches nachgebaut war. Die Kinder der Farmer waren leider noch zu klein, um als Ehepartner in Frage zu kommen (ich haette mich strafbar gemacht), nicht das meine Familie glaubt, ich haette nicht versucht uns eine Farm zu organisieren. Vielleicht beim naechstem Mal.
So, dass war das Wochenende in Kurzfassung. Natuerlich gaebe es noch viel mehr zu berichten, zum Beispiel von unmoeglichen Amerikanerinnen, die sich ordentlich betrunken haben und dann so eine Art Tat oder Wahrheit gespielt haben. Dabei taten sie dann lautstark kund, ob sie ihren Freunden schonmal waehrend der Autofahrt einen geblasen haben, oder nicht. Als ob das irgendwer wissen wollte. Und von unserer neuen Freundschaft mit drei Deutschen, die einfach nicht die Klappe halten konnten, egal wie unpassend die Gelegenheit war.
Heute beginnt fuer mich die Uni, da gibt es dann bestimmt auch einiges zu berichten.
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